Fachärzte für Urologie
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Vasektomie - die Empfängnisverhütung für den Mann

Die Vasektomie ist die sicherste Art der Empfängnisverhütung für Männer.

Möchten Sie diesen kleinen Eingriff vornehmen zu lassen oder sich auch zunächst nur eingehender beraten lassen, dann vereinbaren Sie mit uns einen persönlichen Gesprächstermin in unserer Praxis.

Die Vasektomie ist ein Eingriff in örtlicher Betäubung - auf Wunsch ist aber auch ein Narkose möglich (ca. 150 Euro zusätzliche Kosten für den Anaesthesisten). Es werden beide Samenleiter aufgesucht und durchtrennt. Die in den Hoden produzierten Samen können nicht weiter wandern. Sie werden im Hoden resorbiert. Eine Befruchtung kann daher nicht stattfinden. Für den vasektomierten Mann ändert sich aber nichts. Es kommt natürlich zu keiner Veränderung des Hormonhaushaltes. Ebenso kommt es genau wie vorher zum Samenerguss, auch die Menge des Ergusses ändert sich nicht merklich. Lediglich im Mikroskop kann man feststellen, dass sich keine Samenfäden mehr im Ejakulat befinden. Eine Rückoperation innerhalb von 5 bis 8 Jahren (Einzelfälle nach über 20 Jahren!) ist mit hoher Erfolgsrate möglich, aber nicht garantiert; daher sollte eine Entscheidung zur Vasektomie immer eine entgültige sein

Komplikationen sind sehr selten; Blutergüsse und Infektionen können gelegentlich auftreten, heilen aber fast immer ohne Probleme ab.
Wir führen in unserer Praxis die modernste Variante - die sogenannte "in-line no-scalpel-vasectomy" mit Fulgurationstechnik durch.
Vorteile: kleinst möglicher Schnitt (meist unter 5 Millimeter), kein Faden/Fremdmaterial im Körper
(und dadurch keine Gefahr potentiellen Fadengranulome/allergische Reaktionen).

Diese Methode ist die derzeit weltweit am häufigsten angewandte Technik. Das Prinzip besteht in einer durch Hitzschädigung ausgelösten Vernarbung der Samenleiter. 

 

Die Kosten für diesen Eingriff in Lokalanästhesie inklusive der Nachuntersuchungen liegen bei uns unter 300,- €.

Wann muss ich zum Urologen?

Achtung: Der folgende Maßnahmenkatalog erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die vorgeschlagenen Untersuchungen sind manchmal nicht ausreichend, manchmal überzogen. Es kommt immer auf den Einzelfall an. Bei der Diagnose handelt es sich um die wahrscheinlichste Diagnose - Kontrollen oder Überweisungen zu anderen Fachärzten können zwingend erforderlich werden.Beispiel 1: Prostatavorsorgeuntersuchung

Mann, 50 Jahre alt: "Ich fühle mich kerngesund und möchte eine Vorsorgeuntersuchung".
Bei Männern ab dem 40. Lebensjahr (bei Risikopatienten, z. B. familiäre Belastung, ab dem 35. Lebensjahr) ist eine Prostatakrebsvorsorgeuntersuchung sinnvoll. Grund: Der Prostatakrebs ist auch heute noch nur dann heilbar, wenn er in einem Frühstadium diagnostiziert wird.

Empfohlene Untersuchungen: Körperliche Untersuchung mit Abtasten der Prostata, Ultraschall der Nieren, Blase, Prostata einschl. Ultraschalluntersuchung der Prostata durch den Enddarm. Blutabnahme für PSA (= prostataspezifisches Antigen = Tumormarker), Urinprobe, Harnstrahltest. Die Untersuchungsergebnisse werden mit Ihnen ausführlich besprochen. Im günstigsten Fall ist alles in Ordnung, weitere Untersuchungen oder Kontrollen sind vorläufig nicht erforderlich.

In diesem Fall freuen wir uns über Ihre gute Gesundheit und geben Ihnen gerne Ratschläge zu Ernährung, sportlicher Betätigung, Stressabbau, Erholung, kurz was Sie tun können, um weiterhin gesund zu bleiben.

Beispiel 2: Nierenerkrankungen:

Frau, 45 Jahre alt: "Ich habe seit Jahren Schmerzen in beiden Nieren".

Erforderliche Untersuchungen: Urinuntersuchung , Ultraschalluntersuchung der Nieren - evtl. Ausscheidungsurogramm und Cystoskopie.

Schmerzen in BEIDEN Nieren sind sehr häufig keine Nierenschmerzen, sondern Verspannungen in der Rückenmuskulatur, also eigentlich ein orthopädisches Problem. Im vorliegenden Fall sind weiterführende urologische Untersuchungen bei negativem Urin und Ultraschallbefund nicht erforderlich. Sehr häufig findet sich allerdings eine sogenannte Mikrohämaturie - dies bedeutet bei der chemischen oder mikroskopischen Harnuntersuchung finden sich einzelne rote Blutkörperchen. Dieser Befund ist vergleichbar mit verstecktem Blut im Stuhl. Grund für die Blutbeimengung im Urin kann eine Stein- oder Tumorerkrankung sein. In dieser Situation sollten Sie mit uns über die Zweckmäßigkeit einer Röntgenuntersuchung und einer Blasenspiegelung sprechen.

Erfahrungsgemäß sind unsere Patienten erleichtert, wenn nach Durchführung der genannten Untersuchungen "nichts Schlimmes" gefunden wurde. Die genaue Ursache von chronischen Nieren-, Blasen- oder Prostataschmerzen läßt sich oft nicht feststellen. Wenn Ihr Alltag durch Schmerzen erheblich beeinträchtigt ist, werden wir uns aber bemühen, Ihnen durch zunächst einfache naturheilkundliche Therapien Hilfestellung zu geben. Wir versuchen im Gespräch sogenannte psychosomatische Überlagerungen aufzudecken, d.h. bewusst zu machen.

Beispiel 3: Erkrankungen des äußeren Genitale:

Mutter mit 3jährigem Sohn: "Bei meinem Sohn lässt sich die Vorhaut nicht zurückziehen".

Hier ist eine genaue fachärztliche Untersuchung des äußeren Genitale erforderlich. Manchmal kann eine vorsichtige Dehnung u.U. mit Hilfe von Salben und Bädern die Operation ersparen. Wenn dies nicht gelingt, sollte die Circumcision in Narkose, bei uns ambulant, durchgeführt werden.

Beispiel 4: Harninkontinenz:

Frau, 63 Jahre alt: "Immer wenn ich mich körperlich belaste oder huste verliere ich etwas Urin".

Ca. 5 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Harninkontinenz. Insbesondere Frauen trauen sich oft jahrelang nicht über diese Beschwerden zu sprechen. Wir können Ihnen helfen!

Folgende Untersuchungen sind erforderlich um herauszufinden, ob es sich bei Ihnen um ein Blasen- oder Schließmuskelproblem handelt: Ultraschall, Röntgen, Urin, Harnstrahlmessung, Blasenspiegelung, Blasendruckmessung. Zur Therapie stehen eine Reihe von hochwirksamen blasenspezifischen Medikamenten zur Verfügung. Gute Ergebnisse zeigt ein Biofeedbacktraining der Beckenbodenmuskulatur, nur selten ist eine Operation erforderlich.

Beispiel 5: Hormontief des Mannes:

Mann, 54 Jahre alt: "Ich fühle mich seit einiger Zeit nicht mehr so richtig leistungsfähig - körperlich und geistig. Auch in sexueller Hinsicht ist einiges nicht in Ordnung. Außerdem bin ich in letzter Zeit immer so "grantig". Ich schlafe auch sehr schlecht."

Bei diesem Beschwerdebild ist zunächst ein ausführliches Gespräch über die psychische Situation, Partnerbeziehung, sowie die Stressbelastung sinnvoll. Zusätzlich sollte eine körperliche Untersuchung erfolgen sowie im Labor ein Hormonstatus veranlaßt werden.

Bei ca. 1/3 aller Männer sind hormonelle Störungen Ursache für Stimmungsschwankungen bis zur Depression, Erektionsstörungen, Libidoverlust, Fettstoffwechselstörungen und Osteoporose. Eine Hormontherapie sollte nur dann durchgeführt werden, wenn ein Prostatakrebs ausgeschlossen ist.

Schwellkörpertraining: Es gibt Medikamente, sogenannte vasoaktive Substanzen, die in den Schwellkörper gespritzt in ca. 5 - 10 Minuten eine kräftige Erektion auslösen.

Nach unserer Erfahrung reicht ein ca. 5maliges Training aus, um die Erektionsqualität deutlich zu bessern.
Im Einzelfall muss die Spritzentherapie Zuhause weitergeführt werden. Nach entsprechender ärztlicher Anleitung ist dies ein weitverbreitetes, weltweit akzeptiertes Verfahren zur Behandlung von Erektionsstörungen. Weitere Behandlungsmethoden: Vakuumpumpe, MUSE, Viagra, Uprima. etc.

Anti-Aging-Medizin

Ziel der Anti-Aging-Medizin ist es nicht an erster Stelle den Alterungsprozess aufzuhalten, sondern durch Hormonersatz, orthomolekulare Medizin und andere Naturheilverfahren altersbedingte Krankheiten zu vermeiden, bzw. ihr Auftreten zu verzögern und zu lindern.

Beispiel 6: Verdacht auf Blasentumor:

Mann, 58 Jahre alt, starker Raucher: "Ich habe heute Blut im Urin gesehen".

Dieses Symptom muss ernstgenommen und unbedingt fachurologisch weiter abgeklärt werden.
Neben einer Ultraschall-, Röntgen- Untersuchung und der routinemäßigen körperlichen Untersuchung muss eine Blasenspiegelung durchgeführt werden.

Verdachtsdiagnose: Blasentumor.

Bei Bestätigung der Diagnose ist eine Operation durch die Harnröhre zwingend erforderlich.
Wir führen diese Operation auf Wunsch bei unseren Patienten persönlich in Kooperation mit dem 
Allgemeinen Krankenhaus Celle durch.

Beispiel 7: Gutartige Prostatavergrößerung:

Mann, 74 Jahre alt: "Mein Harnstrahl ist sehr dünn geworden - ich habe das Gefühl, die Blase entleert sich nicht richtig. Manchmal kommt der Harndrang sehr schnell".

Allein vom Beschwerdebild kann in dieser Situation noch keine Diagnose formuliert werden. Neben der körperliche Untersuchung mit Abtasten der Prostata ist eine Ultraschall-, Urin- und Blutuntersuchung erforderlich.

Bei normalem PSA, Prostatavolumen über 20 ml, abgeschwächtem Harnstrahl handelt es sich in aller Regel um eine gutartige Prostatavergrößerung. Die Therapie wird individuell mit Ihnen besprochen. Möglich ist der Einsatz von pflanzlichen Präparaten, sogenannten Alphablockern oder Proscar ( Finasterid ) und Avodart (Dutasterid).

Bei Versagen der medikamentäsen Behandlung ist eine Operation der Prostata erforderlich.Diese Therapie kann bei fast allen Stadien der gutartigen Prostatavergrößerung erfolgreich eingesetzt werden. Gerne besprechen wir mit Ihnen, ob die Methode in Ihrem speziellen Fall erfolgversprechend ist.
Wir führen diese Operation auf Wunsch bei unseren Patienten persönlich in Kooperation mit dem 
Allgemeinen Krankenhaus Celle durch.

Beispiel 8: Verdacht auf Prostata-Karzinom:

Mann, 72 Jahre alt: "Mein PSA ist zu hoch - ich habe aber keine Beschwerden".

Es gibt keinen Blutwert, der in den letzten Jahren annähernd so viel diskutiert wurde wie das PSA = prostataspezifisches Antigen. Sowohl in der urologischen Fachwelt als auch bei Patienten besteht hier ein unerschöpflicher Beratungsbedarf. Grund: Bei zu hohen oder ansteigenden PSA-Werten kann ein Prostatakrebs vorliegen.
Nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Urologie (www.dgu.de) sollte ab einem PSA-Wert über 4 zur ultraschall-geführten Gewebsentnahme aus der Prostata geraten werden - bei uns nach dem modernsten Standard: transrektal ultraschallgesteuert farbdopplerkodiert und in örtlicher Betäubung.

Die optimale Therapie des Prostata-Karzinoms hängt von vielen Faktoren, z. B. dem Biopsiebefund aber auch dem Alter des Patienten ab. Grundsätzlich gibt es Situationen, in denen die Patienten nur beobachtet werden müssen (PSA-Kontrollen). Die interstitielle Brachytherapie ( Bestrahlung von innen ) oder konventionelle Strahlentherapie, Hormontherapie bis zur Totaloperation (radikale Prostatektomie) oder auch die Dreifache-Hormonblockade nach Leibowitz und Chemotherapie umreissen das therapeutische Spektrum das jeweils individuell mit dem Patienten besprochen werden muss. Wir bemühen uns immer, unsere Prostata-Karzinom-Patienten auch hinsichtlich Ernährung, und Nahrungsmittelergänzungen zu beraten.

Hintergrund: Es gibt eine ganze Reihe von pflanzlichen Präparaten, Vitaminen und Spurenelementen, die eine stabilisierende Wirkung auf das Prostata-Karzinom und den PSA-Wert haben.

Beispiel 9: Nieren- und Harnleitersteine:

Mann oder Frau: "Ich habe heute Nacht plötzlich ganz starke Schmerzen in der li. Niere bekommen. Die Spritze vom Hausarzt hat nicht geholfen".

Eine orientierende körperliche Untersuchung ist erforderlich. Zusätzlich sollte eine Ultraschall- und Urinuntersuchung erfolgen. Bei starken, kolikartigen Schmerzen ist u.U. eine stationäre Behandlung erforderlich. Eine Röntgenuntersuchung (Ausscheidungsurogramm) sollte möglichst erst dann veranlasst werden, wenn die akute Kolik abgeklungen ist. Je nach Größe, Form und Lage des Steines kommen verschiedene Therapiemodalitäten infrage.

Extrakorporale Stoßwellenlithotrypsie (ESWL)

Nierensteine- manchmal auch Harnleitersteine- können heute mit Stoßwellen zerkleinert werden. Voraussetzung: Der Stein muss im Ultraschall- oder Röntgenbild gut darstellbar sein. Für die Stoßwellentherapie ist keine Vollnarkose erforderlich. Sie bekommen lediglich eine Infusion mit beruhigenden oder schmerzstillenden Medikamenten. Es muss eine sehr hohe Energie in dem Stein gebündelt werden, damit dieser sich in kleinere Bestandteile auflöst. Dabei kommt es immer auch zu mehr oder weniger ausgeprägten Verletzungen bis hin zu Blutungen in das Nierenbecken. Wir arbeiten hierzu erfolgreich mit dem AKH Celle zusammen.

Beispiel 10: Harnwegsinfekt:

Junge Frau, 22 Jahre alt: "Seit gestern muss ich alle 5 Minuten auf die Toilette - es brennt furchtbar beim Wasserlassen".

Dies ist das typisches Beschwerdebild einer bakteriellen Blasenentzündung. Sie sollten eine Urinprobe abgeben damit im Labor der verursachende Keim isoliert werden kann. Bei Blasenentzündungen ist nicht immer eine Antibiotikatherapie erforderlich. Manchmal lassen sich die Beschwerden durch pflanzliche oder orthomolekulare Präparate günstig beeinflussen. Unterschieden werden muss allerdings der einfache "unkomplizierte" Harnwegsinfekt von sogenannten rezidivierenden Harnwegsinfekten bei drei oder mehr Blasenentzündungen pro Jahr. In dieser Situation sollte unbedingt eine Ultraschalluntersuchung sowie eine Kontrastmitteluntersuchung der Harnwege durchgeführt werden, um mögliche Ursachen, wie Missbildungen der Harnwege, Reflux- oder Steinerkrankungen zu finden.

Auch wenn die empfohlenen Untersuchungen keine eindeutige Ursache für Ihre Infektneigung aufdecken, können wir Ihnen doch im 2. Gespräch viele sinnvolle Ratschläge zur sogenannten Harnwegsinfektprophylaxe geben mit dem Ziel in Zukunft bei Ihnen ähnliche Beschwerden und die üblicherweise durchgeführte Antibiotikatherapie zu vermeiden.

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